02.03.2022
Was bringt mich in Bewegung?
Hier zwei Beispiele, wo der ersehnte Aufbruch noch auf sich warten lässt:
- Mehr als 30 Jahre ist er nun alt, der Song „Wind of Change“ der Band Scorpions. Damals hofften alle auf Veränderung: Freiheit, Frieden, Verwirklichung von Träumen. Heute – mit dem Blick auf die Ukraine - stehen wir vor den Trümmern dieser Hoffnungen.
- Nicht nur junge Menschen pochen auf Veränderung beim Umgang mit den Ressourcen unseres Planeten Erde. Die Zukunft sieht sonst düster aus, und für viele nicht nur die Zukunft, sondern auch schon die Gegenwart, siehe Ahrtal oder Ostafrika. Es braucht eine sofortige Kursänderung.
Im großen Ganzen wollen wir ja eigentlich alle dasselbe: ein gelingendes, möglichst sorgenfreies und gesundes Leben in Frieden und in einer intakten Umwelt. Wir wissen: dafür sind Aufbruch und Umsteuern JETZT nötig. Aber wir bekommen das nicht hin, zumindest nicht in dem Ausmaß, das nötig wäre. Wissen reicht also nicht, um uns auf neuen Wegen in Bewegung zu bringen. Schauen wir doch einmal statt auf den Kopf auf den Bauch, auf die Gefühle:
Was bringt mich in Bewegung? | Was lähmt mich? |
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Soweit einmal ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Euch fällt sicher noch mehr ein. Mir fällt auf, dass der Lähmungszustand nicht von besonders erstrebenswerten Gefühlen geprägt ist. Warum verharre ich dann so gerne darin?
Offensichtlich ist es schwierig den inneren Schweinehund zu überwinden und den ersten Schritt zu machen. Meine Erfahrung: Wenn ich mich erst einmal entschlossen habe, und den ersten Schritt gegangen bin, läuft es meist fast von selbst weiter. Nur der verflixte erste Schritt stellt eine Hürde dar. Manchmal hilft die Vorfreude, wie heute beim Blick aus dem Fenster und: SONNE – nix wie raus, oder manchmal ein heilsamer Schreck. Mit der Zeit bekomme ich auch Übung für erste Schritte, denn ich lerne, dass es im Nachhinein gar nicht so schlimm ist etwas zu verändern, und dass es dabei viel zu gewinnen gibt.
Jesus lädt uns ein in Bewegung zu kommen. Oft ruft er zur Umkehr auf, und immer wieder sagt er: Fürchtet euch nicht. Ich wünsche Euch für diese Fastenzeit den Mut für viele erste Schritte, das Entdecken neuer Wege und die Freude an (gemeinsamer) Bewegung.
Ganz viele Ideen wie man in der Fastenzeit etwas für das Klima bewegen kann, findet Ihr hier:
(Hiltrud Bibo, AG Schöpfungsverantwortung)
Text als Download hier