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Kein Weihnachten in Moria

Kolpingwerk DV Limburg wird Mitträger
Kein Weihnachten in Moria
Kein Weihnachten in Moria

Die Brände, die das Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos praktisch vollkommen zerstört haben, waren eine Katastrophe mit Ansage. Schutzsuchende Menschen leben in Moria seit Jahren unter menschenunwürdigen Bedingungen in einem völlig überfüllten Camp ohne Gesundheitsversorgung und Perspektive. Corona-Infektionen haben die Lage in Moria weiter verschlimmert. An Infektionsschutz war bereits zuvor in dem abgeriegelten Lager mit lediglich einer Wasserstelle für 1.300 Menschen nicht zu denken. Unter den aktuellen Bedingungen sind Hygienemaßnahmen völlig unmöglich. Die menschenunwürdige Situation in den Lagern auf europäischem Boden ist eine Schande für Europa.

Aus diesem Anlass hat sich das Kolpingwerk Diözesanverband Limburg entschlossen, Mitträger der sechsmonatigen Kampagne „Kein Weihnachten in Moria“ werden. Ziel der von der Friedensbewegung „pax christi“ initiierten Kampagne ist die rasche Aufnahme der Geflüchteten aus den Flüchtlingslagern auf den griechischen Inseln in Deutschland. Kommunen hatten aufgrund vorhandener Ressourcen Aufnahmebereitschaft gezeigt. Diese wird jedoch seitens der Bundesregierung abgeblockt. Um diese Blockade zu beenden, werden unter anderem alle katholischen Verbände gebeten, die aus ihrem jeweiligen Wahlkreis im Bundestag sitzenden Abgeordneten von CDU, SPD, Grünen, Linken und FDP zu bitten, mit einer interfraktionell eingebrachten Resolution die Bundesregierung aufzufordern, Geflüchtete in Deutschland aufzunehmen.

Das Kolpingwerk kann seine Kolpingfamilien vor Ort, seine überregionalen Strukturen und seine Bundestagsmitglieder, die dem Verband angehören, nutzen, um flächendeckend auf die Kampagne aufmerksam zu machen. Denn auch für alle Kolpingmitglieder ist aus christlicher Sicht klar: Unabhängig von parteipolitischen Auseinandersetzungen ist eine Aufnahme der Menschen aus überfüllten Flüchtlingslagern jetzt dringend geboten. Wir können nicht weiter zuschauen, wie die EU auf Kosten menschlicher Schicksale Politik betreibt. Wenn nicht jetzt etwas geschieht, werden viele Menschen diesen Winter und die Corona-Pandemie in den griechischen Flüchtlingslagern nicht überleben.

 

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