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Fachausschuss "Kirche mitgestalten"

Elisabeth - das Rosenwunder
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© PETER WEIDEMANN - ERFURT. Pfarrbriefservice

Elisabeth von Thüringen  (1207-2131) war eine ungarische Königstochter und später die verheiratete  Landgräfin von Thüringen.

Von ihr heißt es, dass sie sich als Landesmutter den Armen und Hungernden widmete.

Ihr Gatte, Landgraf Ludwig von Thüringen, auch: Ludwig IV, der Heilige, (1200 -1227)  verstarb vor ihr.

Elisabeth war schon 1211 als Braut für Ludwigs verstorbenen Bruder Hermann 1211 auf die Wartburg gekommen und hat fast ihre gesamte Kindheit am Landgrafenhof verbracht.

Nehmen wir das junge Alter der Elisabeth bei ihrer Eheschließung mit Ludwig in den Blick. 1221 war sie gerade einmal 14 Jahre alt in Betracht, ziehen wir auch die Aussage in Erwägung, dass sie im Alter von 4 Jahren schon an den Landgrafenthron kam, als ursprünglich versprochene Braut für Ludwigs Bruder, dann sträubt sich bei uns doch alles.

Aber, wir wissen von den Zeiten organisierter politische Eheschließungen, die es in den Herrschaftshäusern immer schon gab. Es war so Usus, leider.

Wie mag nun ein junges Mädchen aufgewachsen sein, das im Kindheitsalter schon von den Eltern weggegeben wurde? Welche Orientierung, welchen Trost hatte sie wohl?

Elisabeth wuchs in einer Zeit auf in der die franziskanische Bewegung (auch die der Beginnen und Begarden) sich aufmachten und ein ernsthaftes christliches Leben in der Nachfolge Jesu führen wollten.                                          

Diese ursprünglich christliche Volksbewegung verpflichtete sich in Armut, Gehorsam und Demut zu leben, in der apostolischen Nachfolge, der „via apostolica“.

Ja, hier begegnete dem in Saus und Braus lebenden Klerus eine schier übermächtige Bewegung der  Volksfrömmigkeit.

Wir wissen nicht, ob Elisabeth diese Bewegung kannte, es ist aber zu vermuten, dass es ihr möglich war, davon gehört zu haben. Ihr Vorteil auch, der naive kindliche Glaube, der ja nur zu nahe lag, der ihr das zur Aufgabe machte, was sie nun glaubte. Das ist der Vorteil des „naiven“ Glaubens, der alles andere als wirklich naiv ist.

Gewissermaßen steht Elisabeth nicht nur für die Diakonie, die Caritas, sondern auch für die frühe Form der Tafel.  Das vermute ich, sicher auch wegen ihres jungen unbefangenen Alters und dem damit verbunden einfachen Glaubens.

Was ist nun mit dem Rosenwunder?  Nun, der Gatte, Ludwig der Heilige, der auf dem Weg zum Kreuzweg einer Krankheit noch in Italien erliegen sollte, der vielleicht allein wegen seiner Absicht, Jerusalem zu befreien „heilig“ genannt wurde, war keineswegs ein so selbstloser Geber und Gönner wie Elisabeth.

Er soll Elisabeth gestellt haben, als sie auf dem Weg war Brot an die Armen zu verteilen. Als sie das Brot zeigen sollte, hatte dieses sich in Rosen verwandelt. Diese Geschichte ist jedoch nicht historisch belegt.

(Jürgen Kortus, Fachausschuss „Kirche mitgestalten“, Kolpingwerk DV Limburg)

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