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Fachausschuss "Kirche mitgestalten"

Fachausschuss "Kirche mitgestalten"
Fachausschuss "Kirche mitgestalten"
© pixabay

In der Adventszeit trifft man im
Heiligenkalender der Kirche auf
adventliche Menschen: Heilige,
die den nachfolgenden Generationen
durch Gedenktage,
Legenden, Bräuche und Symbole
viele Jahrhunderte erhalten
geblieben sind. So gedenken
wir am 4. Dezember neben unserem
Verbandsgründer Adolph
Kolping auch der Heiligen
Barbara.
Barbara lebte wohl um 300 n.
Chr. in Nikomedien in Kleinasien, in der heutigen Türkei. Nach
der Überlieferung war sie die Tochter eines reichen heidnischen
Kaufmanns. Gegen seinen Willen ließ sich Barbara taufen. Ihr Vater
hatte jedoch andere Pläne mit ihr und wollte sie unbedingt von
ihrem Glauben abbringen. Deshalb sperrte er sie in einen Turm.
Auf dem Weg dorthin blieb Barbara mit ihrem Kleid an einem
Baum hängen und riss einen verdorrten Zweig mit, den sie in ihrer
Gefängniszelle in eine kleine Schüssel mit Wasser stellte. Doch
Barbara hielt an ihrer Entscheidung fest und blieb Christus treu.
Da ließ der Vater sie zum Tode verurteilen. Er selbst soll seine
Tochter getötet haben. Am Tag ihrer Hinrichtung stand der verdorrte
Zweig in voller Blüte. Allerdings ist die historische Existenz
der Heiligen ziemlich unsicher. Was Legende ist und was Realität,
lässt sich kaum trennen. Historisch ist nur die Verehrung
Barbaras als Märtyrerin nachweisbar.
                                         (entnommen aus Wortgottesdienste.de)

Gebet: Guter Gott, das Fest der Heiligen Barbara lehrt uns, uns selbst treu zu bleiben. Wir sind froh, dass wir auf Barbara und ihr Leben schauen können. Sie liebte die Menschen und vor allem dich, als dreifaltigen Gott. Ihr Mut, ihre Gradlinigkeit und ihr großes Gott-vertrauen setzen auch noch heute in unserem Leben Zeichen. Amen.


Kurze Gedanken zum Fest der Hl. Barbara:
In Barbaras Lebensgeschichte können wir nachlesen, dass sie treu für das eintrat, was in ihren Augen gut und richtig erschien.
Barbara hatte unglaubliches Gottvertrauen. Sie wusste, das Gott aus Starrem, Kaltem und Totem Lebendiges entstehen lassen kann.
Herzliche Einladung den Fragen ein wenig nachzuspüren:

  • Was können wir von der Hl. Barbara lernen?
  • Wo stehen wir mit Entschlossenheit und Mut zu unserem Glauben?
  • Wie ist unsere Gottverbundenheit / unser Gott-vertrauen?
  • Nehmen wir Widerstände in Kauf, wenn es um unseren Glauben geht?
  • Wenn wir uns hier in Europa für Christus entscheiden, müs-sen wir nicht um unser Leben fürchten. Würden wir uns auch noch für Christus entscheiden, wenn wir um unser Le-ben fürchten müssten?
  • Wie gehen wir mit Rückschlägen und Notlagen um?
  • Wo entsteht in meinem Leben - in meinem Glauben - etwas Neues? So wie der verdorrte Zweig der Hl. Barbara, der zum Blühen kommt?
  • Barbara wurde eingesperrt in einen Turm - so die Legende, wo erleben wir Mauern, Ausgrenzung und Abschottung?

In der biblischen Geschichte in Jesaja 35,1-4 wird das Aufblühen, die Fülle und Vielfalt auch wunderschön wiedergegeben und ist im Lied „Die Steppe wird blühen“ von Huub Osterhuis ein Hoffnungstext, der uns gerade in dunklen und traurigen Tagen Mut und Zuversicht schenken kann.
Die Steppe wird blühen, die Steppe wird lachen und jauchzen. Die Felsen, die stehen seit den Tagen der Schöpfung, stehn voll Wasser, doch dicht, sie werden sich öffnen. Das Wasser wird strömen, das Wasser wird glitzern und strahlen, Durstige kommen und trinken. Die Steppe wird trinken, die Steppe wird blühen, die Steppe wird lachen und jauchzen. Verbannte, sie kommen mit leuchtenden Garben nach Hause. Die gingen in Trauer bis zum Ende der Erde, hin auf immer, allein – vereint kehrn sie wieder.

Wie Bäche voll Wasser,
wie Bäche voll sprudelndem Wasser,
brausend herab von den Bergen.
Mit Lachen und Jauchzen –
die säten in Tränen,
kehrn wieder mit Lachen und Jauchzen.
Der Tote wird leben.
Der Tote wird hören: Nun lebe.
Zu Ende gegangen,
unter Steinen begraben:
Toter, Tote, steht auf,
es leuchtet der Morgen.
Da winkt eine Hand uns,
uns ruft eine Stimme: ich öffne
Himmel und Erde und Abgrund.
Und wir werden hören,
und wir werden aufstehn
und lachen und jauchzen und leben.
           (Übersetzung: Anette Rotherberg-Joerges.  youtu.be/0qDPMqDUmSc - über diesen Link ist          das Lied auch hörbar.)


Welche Bedeutung hat mein Glaube – kann ich den Worten des
Jesaja folgen: »Sagt den Verzagten, habt Mut, fürchtet euch nicht«.
Welche Bedeutung hat Gottes Zusage, »habt Mut«. Lassen wir uns
von den frohmachenden Bildern, der »blühenden Steppe«
anstecken, von der Zusage Gottes, fürchtet Euch nicht. Bleiben wir
im Gebet miteinander verbunden und halten wir uns an die
biblischen Geschichten: »Habt Mut«.

Ulrike Schneider, Fachausschuss „Kirche mitgestalten“

 

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