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"Das Ahrtal braucht eure Hilfe!"

Wie jede*r von uns mit anpacken kann
"Das Ahrtal braucht eure Hilfe!"
"Das Ahrtal braucht eure Hilfe!"
© L.Wodarz

„Einen Monat ist es nun schon her, dass die verheerende Flutkatastrophe das Ahrtal komplett verwüstet hat. Mehr als 140 Menschen kamen dabei ums Leben, hunderte wurden verletzt. Der Schock sitzt immer noch tief, zumindest bei den Anwohnern und ihren Angehörigen, die größtenteils wirklich schreckliche Geschichten aus jener Flutnacht zu erzählen haben.

„Bitte hört uns zu“, ist auch einer der Appelle, die man als Helfer mit auf den Weg bekommt. Außerdem hören wir noch „Passt auf Euch auf“ und „Kommt gesund wieder“, als ich mich gemeinsam mit einem Freund morgens um 9 Uhr in die Schlange an Helfern einreihe.

Im Internet haben wir gesehen, dass es ein Helfer-Shuttle gibt, welches täglich über tausend Menschen koordiniert in die betroffenen Gebiete bringt und auch wieder abholt. Mit Handschuhen und Gummistiefeln bewaffnet haben wir uns also dorthin aufgemacht, um mitzuhelfen und SolidAHRität zu zeigen für diejenigen, die in einer einzigen Nacht so viel verloren haben, und ich bin wirklich sehr froh darum, dass wir dort waren.

Denn was ich nach einem Tag Helfen sagen kann, ist erstens, dass die Menschen dort jede helfende Hand gebrauchen können. So viele Häuser wurden komplett zerstört, müssen gänzlich ausgeräumt und teilweise entkernt werden, dass die Familien selbst das gar nicht stemmen können - zumal dort auch viele ältere Menschen wohnen, welche körperlich nicht dazu in der Lage sind, ihre Keller von Schlamm zu befreien oder ihren beschädigten Hausrat hinauszutragen.

Auch die Aufräumbedingungen sind nicht optimal, der Zugang zu Frischwasser und Elektrizität ist noch nicht wiederhergestellt, die Menschen sind angewiesen auf Wasserlieferungen von Helfern und gespendete Strom-Generatoren. THW und Feuerwehr sind schon ausreichend ausgelastet mit dem Aufbau von Behelfsbrücken und anderen größeren Projekten, dass sie nicht auch noch in den einzelnen Häusern mithelfen können, weshalb dort dringend freiwillige Helfer benötigt werden.

Zweitens kann ich sagen, dass es nicht kompliziert ist, dort mitanzupacken. Das Helfer-Shuttle ist wirklich hervorragend gut organisiert. Man wird genau dort hingebracht, wo Hilfe benötigt wird und bekommt gesagt, welche Aufgabe zu erledigen ist. Auch diverse Gerätschaften für die unterschiedlichen Aufgaben stehen zur Verfügung und den ganzen Tag über wird man gut verpflegt.

Wenn man Helfer sein möchte, muss man praktisch also nur mit Gummistiefeln oder Sicherheitsschuhen ausgerüstet am gemeinsamen Treffpunkt erscheinen und es kann losgehen und auch, wenn ein Tag als Helfer auch anstrengend sein kann – schließlich verrichtet man körperliche Arbeit – gleicht das die große Dankbarkeit, welche einem dort entgegengebracht wird, wieder aus.

Auf der Internetseite www.helfer-shuttle.de findet man noch weitere Informationen darüber, wie man einen Tag lang als Helfer verbringen kann, also schaut gerne vorbei, informiert Euch und werdet selbst zum Helfer!“

(Bericht von Lisa Wodarz)

Herzlichen Dank euch beiden – für euren Einsatz und für den Bericht, der hoffentlich noch viele ermutigt, an der Ahr mit anzupacken!

© L. Wodarz
© L.Wodarz

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