Suchwort eingeben

18.03.2022

Gründungsurkunde aufgetaucht

Die Gründung war genauso umfangreich wie zuletzt die Suche nach der Gründungsurkunde.
Doch: Was lange währt, wird endlich gut!

Bereits vor zehn Jahren wurde trotz intensiver Suche die Gründungsurkunde der Kolpingfamilie Kamp-Bornhofen aus dem Jahr 1962 nicht gefunden. Nun hatte Vorsitzender Hilmar Stanschus einen erneuten Versuch unternommen, nach dem Verbleib der Urkunde zu forschen. Aus den vorhandenen Unterlagen der Kolpingfamilie geht nicht hervor, ob eine Urkunde ausgestellt und wenn ja, wem sie übersandt wurde. Zeitzeugen, wie beispielsweise die Gründungsväter, gaben an, eine solche nie gesehen zu haben und vom Diözesanverband war zu hören, dass er keine Kopien der Gründungsurkunde erhält.

Im Zusammenhang mit den Nachforschungen beim Bundesverband in Köln und dem Diözesanverband in Frankfurt ergab sich folgendes Bild: Mit Schreiben an das Generalsekretariat der Deutschen Kolpingfamilie Köln, datiert auf den 20. Februar 1953, teilte der Kamp-Bornhofener Pfarrjugendführer Hans Josef Krämer mit, dass einige „versprengte“ Kolpingsöhne und weitere 20 Mann so weit wären, eine Kolpingfamilie zu gründen. Am 9. März 1953 äußerte der Referent für die Gruppe Kolping, Hermann Zenz, dass man mit Freude vernahm, dass einige „versprengte“ Kolpingbrüder daran gehen, in Kamp-Bornhofen eine Kolpingfamilie ins Leben zu rufen. Es folgten Hinweise und Ratschläge, wie die Gründung zu erfolgen habe und dass der zuständige Pfarrer sein Wohlwollen bekunde; kurzum gesagt, er lege eine Broschüre bei, um die Gründung im rechtlichen Rahmen zu vollziehen.

Ein weiterer Brief sorgte für Irritationen, war doch der örtliche Pfarrer der Ansicht, eine Gründung sei nur mit Zustimmung des Hochwürdigen Herrn Bischof möglich und er würde beim nächsten Besuch des Hochwürdigen Herrn Bischof die Absicht vortragen, eine Kolpingfamilie zu gründen. Dem Schreiben vom 24. September 1953 ist zu entnehmen, dass der Generalpräses in seiner Präsidesmitteilung darüber informiert, dass die Hochwürdigen Herren Bischöfe vor einer Gründung nicht gefragt werden müssen. Am 16. März 1954 teilt Franz Eichhorn, Diözesanaltsenior, der Zentrale in Köln mit, dass im Herbst mit der Neugründung zu rechnen sei; man möge H.H. Pfarrer Scheh laufend mit dem nötigsten Material versehen. Mit einem weiteren Schreiben vom 14. Dezember 1955 an Schriftführer Franz Josef Meurer endet der Versuch, eine Kolpingfamilie zu gründen.

Erst im März 1961 nimmt die Sache wieder Fahrt auf und mit Datum vom 12. Juni 1962 wird endlich die Kolpingfamilie Kamp-Bornhofen gegründet. Aus den vorhandenen Unterlagen ist nicht ersichtlich, dass den notwendigen Unterlagen eine Gründungsurkunde beigefügt war. Nachforschungen in Zeitungs- und Bildarchiven verliefen ergebnislos, ebenso wie mehrfaches Suchen an Ablageorten im Pfarrhaus sowie im Kindergarten. Kurz vor dem Jahreswechsel 2021 auf 2022 stand Lilli Schaust vor der Haustür des Vorsitzenden und übergibt eine Versandrolle mit der Bemerkung, dass diese für uns von Bedeutung sein könne.

Den Inhalt kann man sich denken: Die Gründungsurkunde – gefunden in einem Schrank des ehemaligen Sitzungssaales im Pfarrhaus. Gut verwahrt, weil keine geeignete oder eigene Räumlichkeit zur Aufbewahrung bestand.

Mit dieser positiven Nachricht gestärkt möchte die Kolpingfamilie ihren 60. Geburtstag am Sonntag, 10. Juli 2022 mit einem Festgottesdienst in der Pfarrkirche in Kamp begehen. Die anschließenden Feierlichkeiten werden nach derzeitigen Planungen bei Kolpingbruder Uwe im Hotel Rheingraf stattfinden.

Zum Anfang der Seite springen