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Nachhaltige Entwicklung als globale Herausforderung und gemeinsame Verantwortung

Landeskonferenz mit Neuwahlen zum Vorstand
Nachhaltige Entwicklung als globale Herausforderung und gemeinsame Verantwortung
Nachhaltige Entwicklung als globale Herausforderung und gemeinsame Verantwortung
Der neue Landesvorstand des Kolpingwerks Rheinland-Pfalz. Auf dem Bild fehlt der neue Geschäftsführer Christian Lee. © Kolpingwerk DV Limburg

Nachhaltige Entwicklung als globale Herausforderung und Verantwortung für alle

Mainz / Kaiserslautern (06.02.2020 / ko_rlp-tb). - Die Landeskonferenz des Kolpingwerks Rheinland-Pfalz hat turnusgemäß im Kolpinghaus Mainz den Landesvorstand neu gewählt. Pfarrer Thomas Gerber (Urmitz / Kolping DV Trier) wurde als Landespräses und Diakon Andreas W. Stellmann (Heßheim / Kolping DV Speyer) als Landesvorsitzender im Amt bestätigt. Anton-Kurt Schmid (Dietzenbach / Kolping DV Mainz) wurde als stv. Landesvorsitzender erstmals gewählt. Ebenfalls neu im Amt ist Christian Lee (Kaiserslautern / DV Speyer). Er wurde zum Landesgeschäftsführer des Kolpingwerkes Rheinland-Pfalz bestellt. Er tritt die Nachfolge von Thomas Bettinger (Kaiserslautern / DV Speyer) an der nach 36 Jahren hauptamtlicher Tätigkeit im Kolpingwerk in den Ruhestand tritt. Der Vorsitzende des AK Landespolitik, Matthias Donauer (Kindsbach / DV Speyer) und die hauptamtlichen Geschäftsführer/innen der Diözesanverbände Trier, Limburg und Mainz gehören dem Vorstand beratend an.

Nachhaltige Entwicklung als globale Herausforderung und Verantwortung für alle

In einem Studienteil referierte Walter Rung (Hochspeyer / DV Speyer), der den Arbeitsbereich Eine Welt / Partnerschaftsarbeit und nachhaltige Entwicklung im Diözesanvorstand des Kolpingwerkes im Bistum Speyer vertritt; Rung gehört auch dem Bundesfachausschuss des Kolpingwerkes Deutschland „Verantwortung für die Eine Welt“ an.  

Rung definierte den Begriff Nachhaltigkeit, befasste sich mit der 2030-Agenda für nachhaltige Entwicklung, erinnerte an die 17 Nachhaltigkeitsziele, den Sustainable Development Goals (SDGs), der UN, befasste sich mit den Umsetzungsproblemen und formulierte Maßnahmen, die zur Erreichung der Klimaziele dringend erforderlich sind. Leitfaden des Handelns ist für ihn die Enzyklika „Laudato si“ von Papst Franziskus, in denen er die entscheidenden Gedanken und Leitlinien nachhaltigen Handelns formuliert sieht. Rung forderte das Kolpingwerk auf zu handeln. Von Kolping International und dem deutschen Bundesverband erwarte er Lobbyarbeit für „nachhaltige Entwicklung“, Förderung internationaler Partnerschaftsarbeit zur „nachhaltigen Entwicklung“, Erarbeitung und Bereitstellung von Handlungsanweisungen, Richtlinien und Empfehlungen zu ökofairem Beschaffungswesen, zu Klimaschutz und fairem Handel, zum schonenden Umgang mit Ressourcen, zur Gestaltung einer humanen Arbeitswelt sowie Ideen für das „Gute Leben für alle“ und Armutsbekämpfung.

Die mittlere Ebene, die Diözesanverbände, sollten Standards zum nachhaltigen Wirtschaften und Handeln festlegen, zum Beschaffungswesen (regional, Bio, Recyclingprodukte), zu Dienstreisen (ÖPNV nutzen), für die Energiegewinnung und -einsparung (Strom aus Solar-, Windenergie, Heizkosten, Isolierung), Ressourcenschonung (Wasser), Abfallmanagement. Auch diese Ebene könne internationale Partnerschaftsarbeit, faire Produktion und Ökoprojekte pflegen. Eine Reihe von Diözesanverbänden habe bereits Selbstverpflichtungserklärungen zum nachhaltigen Handeln (Grundsatzbeschlüsse) vorgelegt.

Auch die örtliche Ebene, die Kolpingsfamilien, könnten vieles tun: Themenabende zum Thema Nachhaltigkeit durchführen (z.B. anhand der Enzyklika „Laudato si“), sich selbst zum nachhaltigen Arbeiten verpflichten: Abfallvermeidung, kein Plastikgeschirr, Papiereinsparung, regionaler und saisonaler Einkauf, Kauf von Bioprodukten, kritische Haltung zum Fleischkonsum. Viele Kolpingsfamilien ornganisierten bereits Aktionen, Workshops und Projekte zum Thema (Handysammelaktion, Fairtrade, Amazonassynode usw.).

Walter Rung betonte zusammenfassend, dass Kolpings zentrales Wort: „Die Nöte der Zeit werden euch zeigen, was ihr zu tun habt“ bereits den nachhaltigen Gedanken umfasse und im Leitbild des Kolpingwerkes als Handlungsanweisung Eingang gefunden habe, um verantwortlich zu leben und solidarisch zu handeln und dabei die Zukunft ins Visier zu nehmen.

Das Kolpingwerk zählt in Rheinland-Pfalz und Saarland über 13.000 Mitglieder in 160 örtlichen Gemeinschaften, den Kolpingsfamilien. Weltweit engagieren sich im Kolpingwerk 420.000 Mitglieder in über 60 Ländern auf allen Kontinenten. Sein Wahlspruch lautet: „Verantwortlich leben – Solidarisch handeln.“