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Hilfe aus dem Taunus für Afrika und Lateinamerika

Kolping ist weltweite Solidargemeinschaft
Hilfe aus dem Taunus für Afrika und Lateinamerika
Hilfe aus dem Taunus für Afrika und Lateinamerika
Vertreter*inne der vier Kolpingfamilien freuen sich über die finanzielle Unterstützung ihrer Hilfsprojekte (von links nach rechts): Wolfgang Buckel (Kolpingfamilie Mammolshain), Marliese Zwermann (Kolpingfamilie Wernborn), Christoph Müllerleile (Kolpingfamilie Oberursel) und Stefan Hüsing (Kolpingfamilie Oberhöchstadt).
© KF OberurselDerzeitiger Baustand des Witwenhauses in Himo/Tansania, das die Kolpingfamilie Oberursel fördert.

Mit der aufgelösten Kasse des Bezirks Hochtaunus werden Kolpingfamilien-Projekte in Tansania und Peru unterstützt:

Kurz bevor die Corona-Pandemie Mitte März das öffentliche Leben in den Kolpingfamilien weitgehend lahmgelegt hat, haben die Vorsitzenden des Bezirks Hochtaunus in ihrer Versammlung die Auflösung ihrer mit rund 2.200 Euro gefüllten Kasse beschlossen. Der Bezirk möchte im Sinne Adolph Kolpings Gutes tun und mit dem Geld in gleichen Teilen Projekte von vier Kolpingfamilien des Bezirks fördern.

Sowohl die Kolpingfamilie Oberursel als auch die Kolpingfamilie Oberhöchstadt engagieren sich im Ort Himo in der Region des Kilimandscharo in Tansania: Während die Kolpingfamilie Oberursel die Heilig-Geist-Schwestern von Moshi mit dem Bau eines Hauses für Witwen unterstützt, die von der Dorfgemeinschaft verstoßen werden, hat sich die Kolpingfamilie Oberhöchstadt für die Errichtung einer Zisterne in der Paul-Albert-Simon-Schule im Ort stark gemacht. Mit dem gesammelten Regenwasser können nun selbstangebautes Obst und Gemüse ausreichend bewässert werden, um den Kindern in der Schule eine warme Mahlzeit bieten zu können.

Auch die Kolpingfamilie Mammolshain ist in Sanya Juu – in der Nähe von Himo in Tansania – aktiv, indem sie zwei Heilig-Geist-Schwestern die Ausbildung zur Altenpflegerin in Deutschland finanziert. Im Altenheim der Ordensgemeinschaft vor Ort ist der Bedarf an Pflegekräften groß, um die älteren Schwestern angemessen versorgen zu können.

Nach Lateinamerika schickt die Kolpingfamilie Wernborn das Geld. Bereits seit 1973 unterstützt sie in Peru die „Aktion Puquio“ des deutschstämmigen Missionars Pater Dieter Wacker, der seit Jahrzehnten im Land lebt und verschiedene Hilfsprojekte initiiert hat. Aktuell werden mit dem Geld in Santa Eulalia Therapien und Wochenendfreizeiten für behinderte Kinder sowie die Ausbildung von Katecheten finanziert.

Vier sinnvolle Projekte profitieren also von dem Geld, mit dem der Bezirk Hochtaunus einmal mehr beweist: Kolping ist eine internationale Solidargemeinschaft!