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Fastenzeit mal anders!

Eine Woche Wegwerfverhalten beobachtet
Fastenzeit mal anders!
Fastenzeit mal anders!
© Kolpingwerk DV Limburg

"Ich habe diese Woche bewusst auf meinen Umgang mit Verpackungen, Müll und Mülltrennung geachtet", berichtet die junge Sozialpädagogin. "Dabei ist mir bewusst geworden, dass ich schon sehr drauf achte, was ich in welcher Verpackung kaufe. So kaufe ich im Supermarkt Joghurt und Milch, wenn möglich im Pfandglas bzw. der Pfandflasche. Ich ärgere mich auch jedes Mal, dass es beispielsweise Quark nicht in der Mehrwegverpackung gibt. Getränke kaufe ich ausschließlich im Getränkemarkt in Mehrwegflaschen. Ist ein Produkt nicht als Mehrwegverpackung erhältlich, kaufe ich dieses in der Regel nicht.

Meinen Müll versuche ich so gut wie es geht zu trennen. Schwarze Tonne, gelber Sack, Glasmüll und Papier wird unterschieden. Sogar Konservendosen werden bei mir im Ort gesondert entsorgt. Zeitungspapier nutze ich erneut um meinen Bioabfall zu verpacken. Bei Briefumschlägen trenne ich das Sichtfenster heraus, bevor ich den Umschlag zum Papiermüll gebe. Bei Gläsern schaue ich, welche ich ausspülen und zur Vorratshaltung erneut nutzen kann.

In meinem Keller habe ich diese Woche auch Ordnung geschaffen und so manches aussortiert. Beispielsweise Putzmittel, die ich nicht verwende. Statt diese ungenutzt zu entsorgen, habe ich sie verschenkt.

Es klingt furchtbar kompliziert auf Mülltrennung und sorgsamen Umgang mit Ressourcen zu achten. Ist es aber gar nicht. Ich habe mir einfach angewöhnt im Joghurtregal zu den Gläsern zu greifen und diese beim nächsten Einkauf wieder mitzubringen. Auch nehme ich meine eigene Dose beim Einkauf mit und stelle mich an der Frischetheke an. Das dauert zwar einen Moment länger wie ins SB-Regal zu greifen, aber es spart mir Verpackungen. Und ein nettes Gespräch mit dem Verkäufer*in gibt es meist dazu. Auch der Moment das Plastik aus einer Papierverpackung zu lösen, kostet mich nur ein paar Handgriffe. Mittlerweile denke ich darüber gar nicht mehr nach, ich erledige dies routiniert.

Es ist gar nicht so schwer, wie mancher denkt. Es braucht einen Moment um sich umzugewöhnen. Mehr ist es aber auch nicht. Und schon habe ich einen kleinen Teil zum bewussten, sorgfältigen und schonendem Umgang mit Ressourcen beigetragen. Ohne großen Aufwand!"

Herzlichen Dank an Annika Schmidt, die die Challenge zur Fastenzeit der AG Schöpfungsverantwortung angenommen hat!