Die Geschichte Kolpings in Rumänien

Zwei Jahre nach dem Zusammenbruch des kommunistischen Systems in Rumänien wurden 1991 die ersten Kolpingfamilien (wieder-) gegründet. Kolping in Rumänien hat aber eine viel ältere Geschichte. Bereits sechs Jahre nach Gründung des ersten Gesellenvereins durch Adolph Kolping in Köln gab es schon Kontakte zwischen Mitgliedern aus Köln und Bukarest. Der erste Gesellenverein wurde 1859 in Bukarest gegründet. 1940 gab es in Siebenbürgen, im Banat und in der Bukowina bereits 50 Kolpingfamilien. Ihre Arbeit wurde unter der kommunistischen Herrschaft jedoch verboten. Das Kolpingwerk Rumänien erlebte durch die politischen und kirchlichen Veränderungen des Landes nach der Wende eine überraschende dynamische Entwicklung. Heute gibt es in Rumänien mehr als 5000 Mitglieder in 105 Kolpingfamilien.

Seit Kolping Rumänien gegründet wurde, war berufliche Aus- und Weiterbildung, Fortbildung und Umschulung ein wichtiges Arbeitsfeld. Sprach- und Computerkurse, Kurse zum Erlernen des Traktorfahrens, des Tischler- und Maurerhandwerks, Ausbildung zum diplomierten Verkäufer, zum Korbflechter – die Palette der Bereiche war bunt und vielfältig!

Seit der Eröffnung des Kolpinghotels in Kronstadt/Brasov im Jahr 2006, das Gästebetrieb und Lehr- und Lernbetrieb gekonnt unter einem Dach vereint, wurden hier über 300 Köche und Kellner in sechsmonatigen Umschulungskursen ausgebildet und ebenso viele Auszubildenden der verschiedensten Berufe aus dem Bereich Hotel- und Gaststättengewerbe sowie Hauswirtschaft durchliefen hier ein Praktikum.